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Negative Binomial­verteilung: Warten auf den r-ten Erfolg.

Wähle, ob X die Versuche bis zum r-ten Erfolg oder die Misserfolge davor zählt, trag r, p und k ein und vergleiche mit deinem Rechenweg. Der Rechner zeigt dir die Wahrscheinlichkeit mit dem Weg über die Binomialverteilung, Erwartungswert und Varianz, die Verteilung als Grafik und die Verteilungstabelle.

  • Beide Varianten
  • Über die Binomialverteilung
  • Kostenlos, ohne Anmeldung

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Jan Oetker

Statistik & Datenanalyse

Studienverlauf

  1. B.Sc.WirtschaftspsychologieHochschule Fresenius
  2. M.Sc.WirtschaftsinformatikFernUniversität in Hagen

Lehrerfahrung

  1. AStATutor seit 2016Hochschule Fresenius, Köln und weitere Standorte
  2. LehreDozentHochschule Fresenius

Du willst es mit jemandem durchgehen?

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    80 € je 60 Minuten

Team tutoring ist ein unabhängiges Angebot und kein offizielles Angebot der Hochschule Fresenius.

Häufige Fragen zur negativen Binomialverteilung.

Wann ist eine Zufallsvariable negativ binomialverteilt?

Wenn du ein Zufallsexperiment mit gleichbleibender Erfolgswahrscheinlichkeit \({p}\) so lange unabhängig wiederholst, bis der \({r}\)-te Erfolg eintritt, und \({X}\) die Wartezeit darauf beschreibt. Typisch sind Würfeln, bis zum dritten Mal eine Sechs fällt, Freiwürfe bis zum fünften Treffer oder Kontrollen, bis das zehnte fehlerhafte Teil gefunden ist. Mit \({r = 1}\) ist das die geometrische Verteilung. Die negative Binomialverteilung heißt auch Pascal-Verteilung.

Welche Variante brauche ich?

Zählt \({X}\) die Versuche bis einschließlich zum \({r}\)-ten Erfolg, nimmt \({X}\) die Werte \({r, r + 1, \ldots}\) an: \({\mathrm{P}(X = k)} = \binom{k - 1}{r - 1} \cdot p^{r} \cdot {(1 - p)^{k - r}}\) und \({\mathrm{E}(X) = r/p}\). Zählt \({X}\) nur die Misserfolge davor, beginnt \({X}\) bei 0: \({\mathrm{P}(X = k)} = \binom{k + r - 1}{r - 1} \cdot p^{r} \cdot {(1 - p)^{k}}\) und \({\mathrm{E}(X) = r(1 - p)/p}\). Die Varianz ist in beiden Fällen \({r(1 - p)/p^{2}}\). Manche Bücher vertauschen außerdem Erfolg und Misserfolg, prüf deshalb, wofür \({p}\) steht.

Woher kommt die Formel für \({\mathrm{P}(X = k)}\)?

Bei der Variante mit den Versuchen heißt \({X = k}\): Der \({k}\)-te Versuch ist der \({r}\)-te Erfolg, und unter den \({k - 1}\) Versuchen davor sind genau \({r - 1}\) Erfolge. Für deren Lage gibt es \({\binom{k - 1}{r - 1}}\) Möglichkeiten, jede hat die Wahrscheinlichkeit \({p^{r - 1}(1 - p)^{k - r}}\), und der letzte Erfolg kommt mit \({p}\) dazu. Beim Würfeln bis zur dritten Sechs ist \({\mathrm{P}(X = 10)} = \binom{9}{2} \cdot {(1/6)^{3}} \cdot {(5/6)^{7}} \approx 0{,}0465\).

Wie berechne ich \({\mathrm{P}(X \le k)}\) ohne lange Summe?

Mit der Binomialverteilung: \({X \le k}\) heißt, dass unter den ersten \({k}\) Versuchen mindestens \({r}\) Erfolge sind. Mit \({Y \sim \mathrm{B}(k; p)}\) gilt also \({\mathrm{P}(X \le k)} = {\mathrm{P}(Y \ge r)} = 1 - {\mathrm{P}(Y \le r - 1)}\), und \({\mathrm{P}(Y \le r - 1)}\) steht in der Tabelle der kumulierten Binomialverteilung. Die Wahrscheinlichkeit, für drei Sechsen höchstens 10 Würfe zu brauchen, ist mit \({Y \sim \mathrm{B}(10; 1/6)}\) also \(1 - {\mathrm{P}(Y \le 2)} \approx 1 - 0{,}7752 = 0{,}2248\). Bei der Variante mit den Misserfolgen nimmst du \({Y \sim \mathrm{B}(k + r; p)}\).

Wie viele Versuche brauche ich mindestens?

Gesucht ist das kleinste \({k}\) mit \({\mathrm{P}(X \le k) \ge q}\), also mit \({\mathrm{P}(Y \ge r) \ge q}\) für \({Y \sim \mathrm{B}(k; p)}\). Du probierst \({k}\) aus, etwa mit einer Tabelle der Binomialverteilung. Damit beim Würfeln mit mindestens 95 % Wahrscheinlichkeit drei Sechsen dabei sind, brauchst du 36 Würfe, denn \({\mathrm{P}(X \le 35) \approx 0{,}9462}\) und \({\mathrm{P}(X \le 36) \approx 0{,}9529}\). Im Rechner wählst du dafür „\({k}\) gesucht“.

Wie groß sind Erwartungswert und Varianz?

\({X}\) setzt sich aus \({r}\) unabhängigen, geometrisch verteilten Wartezeiten zusammen: bis zum ersten Erfolg, von dort bis zum zweiten und so weiter. Deshalb sind Erwartungswert und Varianz \({r}\)-mal so groß wie bei der geometrischen Verteilung: \({\mathrm{E}(X) = r/p}\) bei den Versuchen, \({\mathrm{E}(X) = r(1 - p)/p}\) bei den Misserfolgen und in beiden Fällen \({\mathrm{Var}(X) = r(1 - p)/p^{2}}\). Für die dritte Sechs brauchst du im Mittel \({3 \cdot 6 = 18}\) Würfe.